Headshaking wird
seit über 100 Jahren erforscht
Obwohl eine in den letzten 18 Jahren stetig steigende
Anzahl von Pferden an HS leidet und viele Pferde dementsprechend
behandelt werden, ist es immer noch nicht vollständig verstanden.
Die Forschung läuft auf schon seit Jahren auf Hochtouren.
Ein Beispiel für die Aktualität:
im September 2004 hielt die Deutsche Federation National, FN, ein
Symposium für Turniertierärzte, das in den nachfolgenden Jahren
bis heute ständig wiederholt wurde/wird.
Die allgemein bekannten Ursachen
von HS sind weltweit bekannt, andere, wie z.B. idiopathisches
Headshaking sind immer noch ein hoch interessantes Thema für
die Forschung; anscheinend wird diese Art von HS durch verschiedene
Krankheiten/Gegebenheiten/Vorfälle eingeleitet und stimuliert um
dann endlich durch einen "Trigger" - Auslöser, ausgelöst
zu werden. Es wird stark angenommen und der Verdacht erhärtet sich
immer mehr, daß einer dieser Hauptfaktoren hochgradiger Streß
ist.
Sollte Ihre eigene Checkliste
darauf hindeuten, daß Ihr Pferd tatsächlich unter HS leidet, ist
es vonnöten, einen Tierarzt zu Rate zu ziehen. Er wird typische
Untersuchungen vornehmen, die im Ausschlußverfahren vielleicht eine
Ursache erkennen lassen. Zu dieser Untersuchung gehören meistens
folgende Tests,
die sie in der markierten Seite nachlesen können: Diagnostik
Mittlerweile wurden über 70
Ursachen!! für das HS festgelegt, die bekanntesten sind unten
aufgeführt.
- Ohrmilben
Diese Milbe ist ein kleiner 8 beiniger Parasit, mit dem lat. Namen 'Otodectes'.
Alle nicht im Wasser lebenden Säuger können infiziert werden.
Diese Milbe hat Haare auf dem gesamten Körper und wenn sie sich
bewegt kitzelt es; dieses führt zum Scheuern, welches
wiederrum Infektionen bis hin zur Perforation des Trommelfelles zur
Folge haben kann
- Kiefer, Zahn und Mundhöhlenprobleme
Objekte in der Mundhöhlen, scharfe Kanten an den Zähnen, stumpfe
Verletzungen am Unterkiefer, etc
- Veränderungen im Auge
Frei bewegliche Traubenkörner an der Iris des Auges.
Wucherungen der Pars caeca retinae im Bereich des Pupillarrandes.
Sie sezernieren möglicherweise Kammerwasser.
- Otitis media & interna
Otitis Interna: Ohrenerkrankungen des inneren Ohres, auch
Labyrinthitis genannt.
Otitis Media: Ohrenerkrankungen des mittleren Ohres, auch Tympanitis
genannt.
- Saisonale allergische
Rhinitis
Der "Heuschnupfen" gehört, wie das allergische Asthma, zu
einer Gruppe von Erkrankungen, die auf gleiche Vorgänge im Körper
zurückzuführen sind: Ursache ist die Überempfindlichkeit auf
verschiedene Umweltstoffe, wie z.B. Blütenpollen.
- Idiopathische Rhinitis
früher gebräuchliche Synonyme: unspezifische nasale
Hyperreaktivität', 'Nicht-infektiöse',
'nicht-allergische Rhinitis', 'perenniale nicht-allergische
Rhinitis' oder 'vasomotorische Rhinitis'.
Die Ursache dieser Rhinitis ist trotz aller Forschung immer noch ein
Rätsel. Mittlerweile ist bekannt: bei nasaler Hyperreaktivität
reagiert die Nasenschleimhaut auf unspezifische Reize, die in der
gleichen Intensität vom Gesunden symptomlos vertragen werden,
mit Niesen, Juckreiz, nasaler Obstruktion und Hypersekretion.
Die Symptome können einzeln oder in unterschiedlicher Kombination
auftreten. Es liegen Beweise vor, daß manche Erkrankten an
einer Unausgeglichenheit in der Nervenernährung auf dem Weg zur
Nase leiden, welches zu erweiterten Blutgefäßen führt.
- Psammo-Osteoid-Fibrom
der Nase und ihrer Nebenhöhlen
Dieser Tumor ist der meistbekannte, gutartige Tumor der Nebenhöhlen,
jedoch verursacht er eine Perforation der Wände und kann
gegebenfalls in den Kieferknochen übergehen.
- Trauma herbeigeführte
Leiden das craniozervikale System betreffend
Diese Nervenverletzungen können durch Schlag; Schußwunden,;Schädelbrüche;
steten,
starken Druck und Überdehnung hervorgerufen werden.
Cranial Nerven: dieses sind 12 Nerven, die motorische, sensorische
und motorsensorische Aufgaben im Kopf leisten.
- Nackenwirbelverletzungen und
Mitleidenschaft der 31 Spinalnerven Paare
- Hyperadaptose
der Adrenalindrüse.
- Pilzinfektion des Luftsackes
= guttural pouch mycosis Link
Absatz 2.4.2. Die allgemeinen Anzeichen sind Bluten aus der Nase, jedoch nicht
mit dem "Bleeding" der Rennpferde zu vergleichen.
Diese Infektion hat zur Folge, dass in den meisten Fällen die Wände
der 'inneren carotiden Arterie" perforiert wird. Wenn örtliche
Nerven dadurch verletzt werden, haben die meisten Pferde
Schwierigkeiten beim Schlucken (dysphagia)
- Partielle Asphyxia
wird durch Unterbrechung der Sauerstoffzufuhr hervorgerufen,
am häufigsten durch eine Veränderung des oberen Atmungapperates.
Anhaltende Asphyxia kann zur Gehirnschädigung, wenn nicht zum Tode
führen.
- Optische Trigeminus Veränderung
(Photisches Headshaking - Lichtinduziertes Headshaking) Link
Die Theorie des Photic Headshaking beinhaltet, daß die optischen
und die Trigeminus Nerven sich im Mittelteil des Gehirnes
miteinander verbinden. Eine neurologische Erkrankung, auch beim
Menschen bekannt "Photic Sneeze Effect" oder "Sonnenallergie";
die Nasenschleimhaut schwillt an, die Blutgefäße Nasenschleimhaut
erweitern sich. Es sind die erweiterten Blutgefäße, die den
eigentlichen Niesreflex auslösen
- Infraorbitale Neuritis
Infraorbital: Öffnung an der Vorderfläche der Maxilla
(Oberkieferknochen) unterhalb der Orbita durch die der Nervus
infraorbitalis (aus Foramen stylomastoideum), eine kleine
Begleitvene und Arterie treten. Diese Neuritis ist das Resultat
einer Entzündung innerhalb des Nerven durch Trauma, bakterielle u/o
virale Infektion, oder Gifte ausgelöst.
- Temporomandibulare
Dysfunktion (TMD) Link
Das Temporomandibular Gelenk ist das Gelenk, dass die Kieferbewegung
erlaubt. Fehlstellungen und Fehlfunktionen der
Unterkiefergelenke können zum einen durch Fehlfunktionen der
Rumpfmuskulatur bedingt sein, zum anderen aber auch diese nach sich
ziehen.
- Virale Erkrankungen, wie
Herpes, West-Nile-Virus, Borna
- Bakterielle Erkrankungen
wie zB Borreliose
- EPM (equine protozoal
myeloencephalitis), in Europa mangels Erreger irrelevant, jedoch in
den USA einer der Haupttrigger.
- Mykosen - zB. Cryptokokken Link:
- Veränderungen des
Bewegungsapparates
- Hormonelle Veränderungen
Prof. Dr. Madigan, USA bewies in seiner Forschungsreihe auf
Neuseeland 2004/5 daß durch Kastration HS ausgelöst werden kann. Soweit
bekannt ist, gibt es nur wenige Hengste, die unter HS leiden. Wenn,
dann als Unfallfolge
- Veränderung des Melatonin-
und Serotoninspiegels
- Seasonales
Headshaking
August 2003
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